Mein Ausstieg vor genau 1 Monat

Start in Bali-Ubud

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Strahle positive Energie aus, dann strahlen auch die Menschen denen du begegnest.

Nach einem sehr tränenreichen Abschied und einer langen Reise bin ich in Ubud am 05. Juni 2017 angekommen und wollte nach meinem Ausstieg erstmal nur ankommen und nichts tun.

Keine Kündigungsschreiben mehr aufsetzen, keine Sachen mehr bei Ebay verkaufen und vor allem, mich nicht mehr über sehr viele Dinge ärgern.

Mein Ausstieg vor genau 1 MonatIn Ubud habe ich mir erstmal für eine Nacht das Secret Garden Guest House gebucht.

Ich buche meist auf meinen Backpacker-Reisen nur die erste Nacht. Wenn es mir gefällt, und ich dort länger bleiben möchte, verhandelt ich vor Ort den Preis für die weiteren Nächte und mache es mir gemütlich.

Das Secret Garden Guest House liegt in einer Seitenstraße von der Hauptstraße in Ubud – dort wo das Leben tobt. Ich hatte wirklich das Gefühl, dass das Secret Garden Guest House wirklich „secret“ war. Es war eine Ruhe-Oase und mein Zimmer war genau gegenüber vom Pool. Umgeben von vielen Blumen/Pflanzen und Bäume wollte ich einfach nur schlafen. Aber es ging nicht – in der Nacht lag ich wach und tagsüber war ich total müde. Mein Tagesablauf waren ein paar Schritte zum Frühstück, ins Café ums Eck und vielleicht noch zum Abendessen.

Mit dem Blick auf mein Handy, erreichten mich auch schon die ersten Nachrichten: Wie geht es dir? Bist du schon angekommen? Da saß ich nun, ich habe alles aufgegeben und konnte diese Fragen einfach nur mit „ich bin total müde“ beantworten. Und wenn mich die ersten Bilder meiner Freunde erreichten, habe ich das Handy wieder weggelegt. Meine engsten Freunde, mit denen ich viel Zeit verbracht habe, schickten mir jetzt Fotos aus der Ferne zu. Dabei war ich doch immer die Selfie-Queen, die immer und überall mit drauf musste. Sorry ihr Lieben, ich bin froh, euch mit meiner Kamera genervt zu haben. Jetzt habe ich viele schöne Fotos, die mich an eine schöne Zeit mit euch erinnern lassen. Ja ja, schöne Erinnerungen trägt man im Herzen und nicht nur auf Bildern. Das sehe ich auch so – aber – genau – ein „aber“ muss es doch immer geben. Vor dem Schlafen gehen, schaue ich mir gerne meine Fotoalben an und schwelge gerne in Erinnerungen. Und zwischendurch bekommt ihr auch eines dieser Bilder mit „was war denn da los“? Oder mit „wow – waren wir da schlank“. Das sagt uns die Erinnerung nämlich nicht. Fotos sind halt Fakten (lach).

War es das alles wert? Auch diese Frage kann ich noch nicht beantworten. Fakt ist, ich vermisse meine Familie und Freunde unter der Sonne Bali´s.

Ich bin dankbar für all die Fragen, die mich erreichen. Aber ich kann dir sagen, ich bin jetzt seit 1 Monat weg und noch sehr weit davon entfernt diese Fragen zu beantworten. Im Moment fühlt sich erstmal alles wie Urlaub an. Ich bin viel durch Bali gereist und habe mir wunderschöne Orte angeschaut. Von Ubud aus ging es für ganze 7 Tage nach Amed zum Kraft tanken, dann nach Lovina zum Delfine gucken, nach Munduk zum Wandern, auf die Menjangan Insel zum Schnorcheln bis ich wieder für 1 Nacht im Secret Garden Guest-House in Ubud angekommen bin. Von da aus, habe ich einen „Travel-Mate“ kontaktiert, um mich mit ihm in Saunur zu verabreden. Und wie es so mit den „Travel-Mates“ ist, entweder geht jeder nach einer leckeren Kokosnuss seinen Weg, oder man reist weiter zusammen nach Uluwatu, um in Canggu Nachbarn zu werden. Und so verfliegt die Zeit und es ist einfach nur „schön“. Schön so langsam anzukommen und mit meinem Nachbarn am Nachmittag einen Kaffee und Kuchen-Tratsch zu halten. Die Augenringe verschwinden, das blasse traurige Spiegelbild bekommt so langsam Farbe und das Leuchten in den Augen ist wieder da. Ich sag dir, ein schöner Anblick – und dafür hat es sich gelohnt. Und ich weiß, so gefalle ich meinen Freunden am besten.

Wenn du diesen Schritt gehst, sei dir bewusst, er ist nicht einfach. Wenn du diesen Weg gehst, geh ihn für dich und belohne dich mit einem Spiegelbild in das du dich verlieben wirst. Es ist dein Moment, ein Moment in dem du dich in dein Spiegelbild verliebst, und anfängst dich weiter zu entwickelt. Raus aus den Zwängen, wirst du von Tag zu Tag erfahren, was dir Spaß macht, wer du bist und was DU willst.

Lass dir Zeit und befreie dich von allen Fragen. Die Antworten kommen von alleine – und spätestens am nächsten Morgen. Der „Morgen“ den es 365 Tage im Jahr geben wird.

Deine Liberty Taste
Go out and taste the World

 

 

7 KOMMENTARE

  1. Richtig schöner Artikel und so wahr!
    Für mich ein kleiner Denkanstoßer für etwas, dass schon recht lange in meinem Kopf schwirrt. Danke dafür. 🙂
    Hab noch eine schöne Zeit auf Bali und genieße deine Reise in vollen Zügen. ☀️☺
    Liebe Grüße, Isabel

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